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15. Juli 2019

Regionale Krankenhäuser sind ein zentraler Standortfaktor für die Attraktivität ländlicher Räume


DKG ZU DEN ERGEBNISSEN DER KOMMISSION "GLEICHWERTIGE LEBENSVERHÄLTNISSE"

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Gerald Gaß, begrüßt die Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“. In ihrem Bericht betont die Kommission deutlich den Wert regionaler Gesundheitseinrichtungen: „Angebote der sozialen Daseinsvorsorge und Teilhabemöglichkeiten der Menschen vor Ort entscheiden über die Lebensqualität und sind für die Kommunen wichtige Standortfaktoren. Eine hohe Bedeutung haben beispielsweise Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ...“

Angesichts der Tatsache, dass die ambulante ärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen immer größere Lücken aufweist und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) diesen negativen Trend nicht stoppen können, schlägt der Präsident der DKG vor, die regionalen Krankenhausstandorte regelhaft zu Gesundheitszentren auszubauen, die neben der klassischen Krankenhausbehandlung auch die ambulante ärztliche Versorgung der Bevölkerung übernehmen können. „Diese sektorübergreifenden regionalen Gesundheitszentren sollen mit den verbliebenen ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten eng und partnerschaftlich zusammenarbeiten“, so der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Wir müssen Schluss machen mit einer Gesundheitspolitik, die in Sektoren denkt und die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen vor Ort ignoriert. Die in den Krankenhäusern tätigen Mediziner könnten wesentliche Lücken in der ambulanten Versorgung füllen. Die Nutzung der in den Kliniken vorhandenen Infrastruktur sei wirtschaftlicher als der Aufbau von Parallelstrukturen mit teurer Medizintechnik und IT in einzelnen Arztpraxen. „Für die Patienten ist es attraktiv, solche Gesundheitszentren aufzusuchen. Dort bekommen sie eine Versorgung aus einer Hand und können auch weitere diagnostische Maßnahmen, wie zum Beispiel radiologische Untersuchungen, ohne weite Wege in Anspruch nehmen“, erläuterte der DKG-Präsident, Dr. Gerald Gaß.

Die Politik fordert er auf, aus dem Bericht der Kommission jetzt konsequent Umsetzungsschritte folgen zu lassen. „Die Frage, ob ein Krankenhaus auch ambulante Patienten behandeln kann, darf nicht länger von den Entscheidungen der Kassenärztlichen Vereinigungen abhängig sein. Und wir brauchen endlich wieder eine Investitionsförderung der Länder, die diesen Namen auch verdient. Eine Politik, die die Gesundheitseinrichtungen vernachlässigt, beschädigt das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse nachhaltig“, so Gaß.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 12.07.2019

 
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