Nachrichten

 

Weiterempfehlen














06. Juni 2012

Sächsische Landesärztekammer sichert hohes Niveau der Weiterbildung


Im Jahr 2011 (Stand: 31.12.2011) beendeten insgesamt 543 Ärzte (2010: 493) erfolgreich ihre Weiterbildung zum Facharzt oder eine Schwerpunktweiterbildung mit einer bestandenen Prüfung in der Sächsischen Landesärztekammer. Der Präsident, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, sagte dazu: "Ich freue mich, so viele sehr gut ausgebildete Fachärzte für die Patienten zur Verfügung zu haben."

48 Prozent dieser Mediziner sind Ärztinnen. Am häufigsten erfolgte die Weiterbildung im Jahr 2011 zum Facharzt für Innere Medizin (113), Facharzt für Anästhesiologie (48), zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (36), zum Facharzt für Allgemeinmedizin (34) sowie zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (32). Seltener absolvierten die Ärzte ihre Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie (28), zum Facharzt für Neurologie (27), zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (24) oder zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (22). Darüber hinaus erwarben im Jahr 2011 insgesamt  300  Ärzte  erfolgreich  medizinische  Zusatzbezeichnungen,  am  häufigsten  Notfallmedizin  (72), Palliativmedizin  (59),  Intensivmedizin  (40)  und  Manuelle  Therapie/Chirotherapie  (15).  Nur  17  Ärzte (3,0%) haben ihre Facharzt- oder Schwerpunktprüfung nicht bestanden.

Für die ärztliche Weiterbildung in Sachsen ist die Sächsische Landesärztekammer verantwortlich. Ärztliche Weiterbildung beinhaltet dabei das Erlernen ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach erfolgreich absolviertem Studium und erteilter Approbation. Ziel ist die Facharztkompetenz in einem medizinischen Gebiet, darauf aufbauend eine Spezialisierung in bestimmten Schwerpunkten oder eine Zusatzweiterbildung.  Insgesamt  existieren  33  medizinische  Gebiete  und  eine  Unterteilung  in  51  Facharztbezeichnungen.

Basis der ärztlichen Weiterbildung ist die sächsische Weiterbildungsordnung, die von der Kammerversammlung beschlossen wird. Sie regelt Inhalte und Mindestzeiten der Weiterbildung und sichert auf diese Weise die Qualität ärztlicher Berufsausübung und damit die Behandlungsqualität der Patienten. Neue ärztliche Spezialisierungen durch den medizinischen Fortschritt werden zeitnah in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann eine Weiterbildung auch in Teilzeit absolviert werden.

Während ihrer Weiterbildungszeit ist die Sächsische Landesärztekammer Ansprechpartner und enger Berater für Ärzte. Sie organisiert die abschließenden Prüfungen, führt sie durch und stellt nach erfolgreich absolvierter Prüfung die Anerkennungsurkunden aus.

Die Weiterbildung zum Facharzt und in den Schwerpunkten sowie in der Regel auch in den Zusatz-Weiterbildungen muss bei einem von der Sächsischen Landesärztekammer zur Weiterbildung befugten Arzt in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte erfolgen. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 489 Befugnisse  für  Facharzt-  und  Schwerpunktkompetenzen  sowie  Weiterbildungsbefugnisse  für  ZusatzWeiterbildungen erteilt und 40 Weiterbildungsstätten zugelassen.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Landesärztekammer vom 05.06.2012