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05. September 2011

Städtisches Klinikum Görlitz beteiligt sich mit Erfolg an der bundesweiten "AKTION Saubere Hände"


Das kommunale Krankenhaus hat das Zertifikat in Silber erhalten.

Dem Städtischen Klinikum Görlitz ist das Zertifikat „AKTION Saubere Hände“ in Silber verliehen worden. Ziel der bundesweiten Kampagne ist es, die Händedesinfektion in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Die überreichten Urkunden werden in den kommenden Tagen auf den Fluren des Krankenhauses und damit auch für Patienten und Besucher sichtbar angebracht. Das nun erworbene Zertifikat in Silber ist ein Jahr gültig. Für dessen Erwerb waren am Klinikum neun Stationen für entsprechende Datenerhebungen ausgewählt worden, wobei u.a. der Verbrauch von Händedesinfektionsmitteln pro Jahr, die Ausstattung mit Spendern und das Verhalten des Personals bei der Umsetzung der Händehygiene beobachtet und die erhobenen Daten an das nationale Referenzzentrum für die Surveillance nosokomialer Infektionen und an die Charité Berlin übermittelt wurden. Die Auswertung ergab, dass die Compliance, also die Einhaltung der Empfehlungen und die damit verbundene Bereitschaft, die Vorgaben zu erfüllen, im Intensivmedizinischen Zentrum des Klinikums bei derzeit 85 Prozent liegt. Mit dem Erwerb des Zertifikats konnten die Mitarbeiter des Klinikums somit die stetige Verbesserung der Händedesinfektion nach den vorgegebenen Indikationen nachweisen. Als Indikationen werden demnach die Situationen definiert, in denen eine Händedesinfektion notwendig wird. Diese erklären sich aus dem Risiko einer Übertragung von pathogenen Erregern. Durch die Händedesinfektion wird eine Übertragung zu diesem Zeitpunkt effektiv unterbunden. Die 5 Indikationen sind in allen Bereichen der Patientenversorgung anwendbar und eine sinnvolle Hilfestellung für Mitarbeiter, um Situationen, welche eine Händedesinfektion erfordern, sicher zu erkennen, heißt es auf der Internetseite „aktion-sauberehaende.de“.

Jedes Jahr gibt es deutschlandweit ca. 500.000 Infektionen mit Krankenhauserregern. „Ein Teil davon könnte durch effektive Hygienemaßnahmen vermieden werden“, sagt Cornelia Seidel, Hygienefachkraft am Städtischen Klinikum Görlitz. Das kommunale Krankenhaus hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Zahl der krankenhausbedingten Infektionen so weit wie möglich zu reduzieren. „Vor allem die Übertragung multiresistenter Erreger muss vermieden werden, weil eine Infektion damit die Behandlung der Patienten erheblich erschwert“, so Seidel. Am Klinikum Görlitz werden deshalb zahlreiche Maßnahmen ergriffen, etwa die verbesserte Zugänglichkeit zu Händedesinfektionsmitteln in Patientenzimmern und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter. „Wir beteiligen uns bereits seit 2008 erfolgreich an der Kampagne ,AKTION Saubere Hände`“, sagt Seidel. Ziel ist es nun, im kommenden Jahr das Zertifikat in Gold zu erlangen. Insgesamt nehmen derzeit deutschlandweit 646 bettenführende Einrichtungen an der Aktion teil, in Sachsen sind es 22. Neben dem Helios Krankenhaus Leisnig ist das Städtische Klinikum Görlitz bisher das einzige, das das Zertifikat in Silber erhalten hat.

Hintergrund:

Träger der Kampagne „AKTION Saubere Hände“ sind das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance nosokomialer Infektionen, das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. Nach deren Angaben ist es seit Juni 2011 möglich, als Krankenhaus oder Rehabilitationsklinik ein Zertifikat über die Teilnahme an der „AKTION Saubere Hände“ zu erwerben. Ziel ist es, die Qualität der Umsetzung sowie das Niveau der erreichten Veränderungen abzubilden. Dazu ist das Zertifikat in drei Stufen gestaffelt – Bronze, Silber und Gold.

Quelle: Presseinformation des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH vom 31.08.2011