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29. November 2013

Städtisches Klinikum Görlitz implantiert seltenen Schrittmacher


Deutschlandweit werden jährlich nur ca. 100 subkutane Defibrillatoren eingesetzt. Auch Patienten des Görlitzer Klinikums können jetzt von dieser speziellen Methode profitieren.

Kardiologen des Görlitzer Klinikums haben jetzt erstmals einem ihrer Patienten einen subkutanen Defibrillator (subkutan = unter der Haut) eingesetzt. Während bei herkömmlichen Defibrillatoren die Elektroden über die Venen zum Herzen vorgeschoben werden, bleiben Herz und Blutgefäße bei einem subkutanen Defibrillator unberührt. Er wird mit einem Kabel direkt unter der Haut im linken Brustbereich eingesetzt. Es werden keine Drähte im Herzen benötigt. „Auf diese Weise wird das Risiko von Komplikationen wie Gefäßverletzungen oder Infektionen entscheidend gesenkt“, sagt Kardiologin Dr. Christine Karbaum. Die Oberärztin der Medizinischen Klinik des Klinikums hat das System implantiert. Bei diesem ersten Einsatz stand ihr Privatdozent Dr. med. Michael Knaut aus dem Herzzentrum Dresden zur Seite.

 

Die relativ neue Methode erleichtert die Behandlung von lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen vor allem bei jungen Patienten, z.B. mit genetischer Veranlagung zu plötzlichem Herztod oder auch bei allen Patienten, bei denen es Probleme mit den Zugangsgefäßen zum Herzen gibt. Das Gerät überwacht den Herzrhythmus und gibt bei lebensbedrohlichem extremen Herzrasen oder Kammerflimmern Impulse oder Elektroschocks ab. Auf diese Weise wird der normale Herzrhythmus wieder hergestellt.

Quelle: Pressemitteilung des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH vom 29.11.2013