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30. September 2014

Stillen ist mehr als Muttermilch


Experten aus ganz Deutschland trafen sich im Diakonissenkrankenhaus Dresden zur Fachtagung "Stillen"

Als Babyfreundlich zertifizierte Einrichtung legt das Diakonissenkrankenhaus Dresden auf die Mutter-Kind-Bindung besonderen Wert. Dabei spielt Stillen eine wesentliche Rolle. Schon zum zweiten Mal luden deshalb das Diakonissenkrankenhaus Dresden und das Europäische Institut für Stillen und Laktation Stillberaterinnen, Hebammen, Pflegende und Ärzte aus ganz Deutschland ein. Auf der Fachtagung „Stillen“ trafen sich die Experten am Samstag, um sich über die Rolle des Stillens für die Bindungsförderung auszutauschen.

Die Bedeutung des Stillens geht laut Heike Menzel, vom Europäischen Institut für Stillen und Laktation, weit über die Ernährung hinaus. „Stillen“, so Menzel, „ist Nahrung für Körper und Seele. Durch Stillen baut das Kind Abwehrkräfte auf und entwickelt Urvertrauen“. Die Mutter-Kind-Bindung ist dabei nicht nur für die ersten Lebensmonate wichtig. „Stabile Bindungen schaffen Vorteile für das ganze weitere Leben“, erklärte Heike Menzel. „Natürlich tragen noch weit mehr Faktoren zur Bindungsförderung bei.“  Diesen Appell richtet Menzel vor allem an jene Frauen, die nicht Stillen können oder wollen.

Am Nachmittag standen praktische Themen für die alltägliche Arbeit auf einer Wochenstation auf dem Programm. Aus Unwissenheit oder Hilflosigkeit stillen viele Frauen zu früh ab oder geben zu früh Beikost. Dr. Julia Gottschalk machte deshalb deutlich, wie wichtig Fachtagungen und Schulungen für die Mütter auf den Entbindungsstationen sind. „Wenn Ärzte und Pflegekräfte besser und einheitlich geschult werden“, so Gottschalk, „kann oft länger und ausschließlich gestillt werden“.

Quelle: Pressemitteilung der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden e.V. vom 30.09.2014