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08. Juni 2011

Traumanetzwerk Westsachsen: ELBLANDKLINIKUM Riesa zertifiziert


Im Jahr 2006 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) das Weißbuch der Schwerverletztenversorgung herausgegeben, das zu einer weiteren Steigerung der Qualität der Schwerverletztenversorgung in Deutschland führen soll. Ein zentraler Punkt ist die Forderung, regionale Traumanetzwerke in Deutschland zu bilden. In Sachsen sind derzeit 34 (31 Westsachsen + 3 Ostsachsen) Kliniken beteiligt, welche hohe Qualitätsstandards erfüllen müssen.

Durch das Traumanetzwerk wird gewährleistet, dass Schwerverletzte sofort optimal und vor allem sehr zeitnah versorgt werden. „Die erste Stunde ist immens wichtig", erklärt DM Peter Roszeitis, Oberarzt in der Unfallchirurgie am Elblandklinikum Riesa. Um diese wichtige Zeitspanne einhalten zu können, benötigt man eine optimal vorbereitete und zertifizierte Klinik, die die Ersttherapie übernimmt und somit die richtigen Weichen für den weiteren Behandlungserfolg stellt - man nennt dies auch „Schwerverletzten-Management". „Notwendig ist dabei vor allem die Einrichtung eines Schockraumes", erklärt Roszeitis, der seit 1993 im Krankenhaus Riesa tätig ist und den Anschluss an das Traumanetzwerk forciert hat. „Unser Schockraum ist nach den Anforderungen des Weißbuches eingerichtet. Wir können jetzt innerhalb kürzester Zeit die komplette Diagnostik vornehmen, Not-OPs und damit lebensrettende Erstversorgungen durchführen." Der Schockraum ist so angesiedelt, dass die Wege zu CT, Röntgen oder Labor extrem kurz sind, um schnell agieren zu können. Wenn der Patient eine spezielle Therapie oder ein spezielles Operationsverfahren benötigt, kann er in Riesa stabilisiert und erstversorgt werden.
„Diese Einstufung war unser Ziel, da wir zwischen Grimma, Wurzen, Torgau im Westen und Dresden im Osten das einzige Krankenhaus sind, das diese hohen Anforderungen erfüllt.

Quelle: http://www.elblandkliniken.de/f-Download-d-file.html?id=359 vom 07.06.2011