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01. Juli 2011

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus


Von den Grundlagen bis zur klinischen Anwendung: Neues Zentrum bündelt Forschungskompetenz von drei Kliniken

Um ihre Forschungsaktivitäten zu bündeln und die dafür bereitstehenden Mittel so effizient wie möglich einzusetzen, haben die Kliniken für Orthopädie, für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden das Zentrum für Translationale Knochen- Gelenk- und Weichgewebeforschung gegründet. Die gemeinsame Einrichtung der drei Träger-Kliniken verbindet die Grundlagen- mit der angewandten Forschung auf dem Gebiet der muskuloskelettalen Medizin. Vorrangiges Ziel ist die Translation – die Überführung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Aktuell arbeiten am Zentrum über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Am heutigen 1. Juli 2011 wird das Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung mit einem Festakt im Beisein von Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, offiziell eröffnet. Diese Veranstaltung bildet für die Dresdner Hochschulmedizin auch den Auftakt der an diesem Tag stattfindenden „9. Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften“, die ab 18 Uhr Tausende auf den Medizin-Campus locken wird.

„Wir hoffen, mit dieser gemeinsam getragenen Initiative interdisziplinäre Forschung im eigentlichen Sinne zu befördern und mit der Übertragung von wissenschaftlichen Ergebnissen in die klinische Anwendung einen relevanten Beitrag zur künftigen Entwicklung muskuloskelettaler Medizin zu leisten“, unterstreicht Prof. Michael Gelinsky. Der für die Leitung des Zentrums neu an die Medizinische Fakultät der TU Dresden berufene Professor für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung war seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden. 2002 übernahm er die Leitung der Gruppe „Tissue Engineering und Biomineralisation“ am Dresdner Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien (Institut für Werkstoffwissenschaft der TU). Zudem ist er Gründungsmitglied des DFG-Forschungszentrums und Exzellenzclusters „Zentrum für Regenerative Therapien Dresden“ (CRTD) sowie Gründungsmitglied der Graduiertenschule DIGS-BB. Aktuell ist Prof. Gelinsky Standortsprecher des Sonderforschungsbereichs/Transregio 79 (Werkstoffe für die Geweberegeneration im systemisch erkrankten Knochen). Das neue Zentrum ist nicht nur ein virtueller Zusammenschluss, sondern eine physisch existierende Struktureinheit und damit für Deutschland nahezu einmalig. Es wird Ende Juli 2011 einen eigenen Labortrakt im Medizinisch-Theoretischen Zentrum der Medizinischen Fakultät beziehen. Bis dahin ist die Einrichtung auf verschiedene Standorte, zum Beispiel das Universitätsklinikum, das Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien oder das BIOTEC – das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden – verteilt.

Wesentliche Forschungsschwerpunkte bilden große und in geschädigtem Gewebe befindliche Knochendefekte, die Knochendefektheilung in osteoporotischem Knochen, das Knochen-Tissue Engineering, Vorläuferzellen und teilweise genetisch modifizierte Stammzellen sowie Weichgewebeersatz für die rekonstruktive Chirurgie. Bereits im ersten Jahr seines Bestehens wird das Zentrum Drittmitteleinnahmen von 1,4 Millionen Euro verbuchen können.

Quelle: Medieninformation des  Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden vom 01.07.2011