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15. November 2010

Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden für familienfreundliches Engagement ausgezeichnet


Führungskräfte zu "Work-Life-Competence"-Experten qualifiziert / Bertelsmann Stiftung prämiert Aktivitäten zu besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden wurde am Mittwoch (10. November) in Gegenwart von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Damit würdigte die Bertelsmann Stiftung das Engagement des Klinikums, Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf zu schaffen. Basis für die erfolgreichen Aktivitäten war ein vom Bundesfamilienministerium und der Bertelsmann Stiftung initiiertes Qualifizierungsprogramm, an dem eine Mitarbeiterin des Geschäftsbereichs Personal und ein Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie teilnahmen. Bereits im Rahmen der Ausbildung zum „Work-Life-Competence“-Experten brachten Beatrice Wiermann und Prof. Axel Heller erste Projekte auf dem Weg. Unter anderem werden Mitarbeiter gezielt über die Vereinbarkeit beruflicher Qualifizierung und familiären Verpflichtungen informiert und Vorgesetzte für diese Thematik sensibilisiert.

„In der Zukunft wird sich ein Unternehmen nicht mehr die Frage stellen können, ob es familienfreundlich sein möchte oder nicht. Vielmehr wird die Frage sein, ob es ohne ‚Work-Life-Orientierung‘ überhaupt ausreichend qualifizierte Mitarbeiter für sich gewinnen und halten kann, um am Markt zu bestehen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums, der das nun ausgezeichnete Engagement von Anfang an ebenso förderte wie der Kaufmännische Vorstand Wilfried Winzer. Zu den Initiativen für mehr Familienfreundlichkeit gehören unter anderem das Projekt „Lebensorientierte Laufbahnentwicklung“, die Bedarfsermittlung von Betreuungsplätzen für Mitarbeiterkinder im Umfeld des Klinikums sowie deren vertragliche Bindung und gezielte Information für Schwangere und werdende Mütter in der Belegschaft.

Anlässlich der Auszeichnung des Dresdner Uniklinikums sowie weiterer Unternehmen, Kammern, Verbänden und Organisationen am Mittwoch sagte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder: „Familienfreundlichkeit ist nicht nur für Mütter und Väter wichtig, sondern entwickelt sich für die Unternehmen und Organisationen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wir wissen, dass in familienfreundlichen Unternehmen sowohl die Produktivität als auch die Motivation der Mitarbeiter besonders hoch, und Fehlzeiten sowie Fluktuation im Betrieb besonders gering sind. Für die Wirtschaft wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum strategischen Vorteil - gerade in Zeiten steigenden Fachkräftemangels. Deshalb freue ich mich, dass wir so viele Führungskräfte und Personalverantwortliche aus ganz unterschiedlichen Branchen dafür gewinnen konnten, an unseren Schulungen zum ‚Manager Work-Life-Competence‘ teilzunehmen."

"Wenn wir nicht bald den Auswirkungen des demografischen Wandels mit Maßnahmen auf der betrieblichen und überbetrieblichen Ebene begegnen, wird der Fachkräftemangel einen bedeutenden Wettbewerbsverlust für unsere Unternehmen und einen gravierenden Standortnachteil für die Regionen bedeuten. Die Qualifizierungen bieten nun die einmalige Chance, sich den Herausforderungen zu stellen und damit den unternehmerischen Erfolg von Morgen zu gewährleisten", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.

In der mehrmonatigen Schulung wurden Personalverantwortliche und Führungskräfte aus den Unternehmen darauf vorbereitet, die Personalpolitik in ihren Betrieben besser an einer „Work-Life-Balance“ auszurichten und weiter entwickeln zu können. Manager von Organisationen aus dem wirtschaftsnahen Umfeld wurden darin qualifiziert, familienfreundliche Sensibilisierungs- und Unterstützungsangebote zu erarbeiten. Zentrale Themen waren unter anderem der demografische Wandel, Mitarbeitergewinnung angesichts des Fachkräftemangels und die Bedeutung einer gelebten Unternehmens- und Wertschätzungskultur. Die beteiligten Unternehmen profitieren von der Qualifizierung, da sie im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte mit eigenen Experten nicht nur eine Infrastruktur für Familien, sondern auch entsprechende Angebote für Mitarbeiter und Bewerber erarbeiten und bereitstellen können.

Quelle: Presseinformation des Universitätsklinikum Dresden vom 12.11.2010