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19. April 2011

Versorgung von Früh- und Neugeborenen: AQUA erhält Auftrag für Krankenhausvergleich im Internet


Das AQUA-Institut wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, eine neue Internetplattform zu realisieren, die die Versorgungsqualität in Krankenhäusern bei der Behandlung von Früh- und Neugeborenen darstellt. Im Fokus steht dabei die Versorgung von Kindern mit einem niedrigen Geburtsgewicht. Die Seite wird voraussichtlich Ende Februar 2012 online gehen.

Im Internet sollen die Dokumentationsdaten der Krankenhäuser veröffentlicht werden, die diese im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen externen stationären Qualitätssicherung erheben. Dabei werden die Daten aus den letzten fünf Jahren mit einbezogen. Derzeit wird geprüft, ob und inwieweit Abrechnungsdaten aus den Krankenkassen die Qualitätsbetrachtung ergänzen können.

Mit der Internetseite werden verschiedene Ziele verfolgt. Werdenden Eltern sollen Informationen und eine Entscheidungshilfe an die Hand gegebene werden, um ein passendes Krankenhaus zu finden. Für Ärzte aus dem ambulanten Bereich und Krankenkassen soll die Seite ebenfalls als Orientierung für die Einweisung und Weiterbehandlung der Schwangeren dienen. Den Krankenhäusern wird eine Möglichkeit geboten, die Qualität ihrer Leistungen sichtbar zu machen.

„Bei Entwicklung der Plattform werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Risikoadjustierung legen. Erst dadurch kann ein aussagekräftiger und fairer Vergleich zwischen den Krankenhäusern hergestellt werden“, erklärte Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts. Mit Hilfe der Risikoadjustierung berücksichtigt man beispielsweise Unterschiede in der Patientenstruktur. Laut Auftrag soll auf der Website unter anderem eine Unterscheidung nach Level 1 und Level 2 Krankenhäusern vorgenommen werden. Level 1 Häuser versorgen Kinder mit dem höchsten Risiko, da das Geburtsgewicht unter 1250g liegt. In Level 2 Einrichtungen werden Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 1250 bis 1499g behandelt.

Die Seite wird sich in der Ansprache gezielt an medizinische Laien richten. „Die Darstellung muss für jedermann verständlich und nachvollziehbar sein. Der Spagat zwischen fachlicher Korrektheit und laienverständlicher Ansprache ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns in den nächsten Monaten zu stellen haben“, ergänzte Szecsenyi.

Quelle: http://www.aqua-institut.de/de/aktuell/aktuelle-mitteilungen/versorgung-von-frh-und-neugeborenen-18.04.2011.html vom 18.04.2011