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01. Juni 2011

Weißeritztal-Kliniken: Kohlendioxid-Angiografie macht verstopfte Gefäße sichtbar


"Verstopfte Gefäße in den Beinen sind zu einer Volkskrankheit geworden", sagt Herr Dr. Dirk Münch, Chefarzt der Medizinischen Klinik II (Kardiologie/Angiologie) der Weißeritztal-Kliniken.

Mit Hilfe des Verfahrens der Angiografie lassen sich Veränderungen der Blutgefäße erkennen, die zu schwerwiegenden Erkrankungen wie zum Beispiel der so genannten „Schaufensterkrankheit“ (pAVK) führen können. Vor allem die Zuckerkrankheit mache die Diagnose mitunter kompliziert.
Vor der notwendigen Röntgenaufnahme zur Erkennung der Probleme wird im Normalfall ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt, welches allerdings für Patienten mit eingeschränkter Nieren- und bei Schilddrüsenüberfunktion ein Risiko darstellen kann. Außerdem kann das Jod allergische Reaktionen auslösen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei 3% der Patienten eine Jodallergie auftritt.

Seit Mai bietet das Team von Herrn Chefarzt Dr. Münch deswegen eine neue Methode an – die Kohlendioxid-Angiografie. Risikopatienten wird dabei per Spritze hochreines Kohlendioxid gespritzt, welches beim Röntgen für den nötigen Kontrast sorgt.

Aufgrund der Besonderheit des Gases CO², welches im Blut nach oben steigt, kann es allerdings nur bei Untersuchungen unterhalb des Zwerchfells eingesetzt werden, also zum Beispiel bei Erkrankungen der Bauchhauptschlagader sowie der Becken- und Beinarterien.

Quelle: http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/presse/96224.html vom 31.05.2011