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30. Januar 2014

Weniger ist manchmal mehr - Uniklinikum legt erstmals Umweltbericht vor


Als einer der größten Arbeitgeber in der Region steht das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ständig vor der Herausforderung, alle benötigten Ressourcen umweltschonend und sparsam einzusetzen. Das Klinikum stellt sich dieser Aufgabe. Im Umweltbericht 2012/2013 informiert das Klinikum über die Entwicklungen der letzten beiden Jahre in umweltrelevanten Bereichen. Dies betrifft einerseits Ressourcen wie Energie (245.000 kWh/Tag) und Wasser (681 m3/Tag), andererseits auch Abfall (6 t/Tag) und Papier (62.000 A4-Blätter/Tag). Mit dem Start einer Carus Green Initiative 2012 engagiert sich das Uniklinikum aktiv für die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und verpflichtet sich in seiner Umweltpolitik zum umweltbewussten Umgang mit den Ressourcen. Für die Umweltaktivitäten wurde das Uniklinikum 2013 als "ÖKOPROFIT- Betrieb der Stadt Dresden" ausgezeichnet und konnte Mitglied der Umweltallianz Sachsen werden.

„Als größter Gesundheitsversorger und Arbeitgeber Dresdens mit einer hohen Verantwortung als Wirtschaftsfaktor sehen wir uns unserer Umwelt gegenüber verpflichtet, ökologische und ökonomische Unternehmensziele intelligent miteinander zu verbinden. Mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir auf eine breite Unterstützung bauen", so Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. Ganz praktisch nimmt die Mitarbeiterschaft beispielsweise Einfluss auf die Ressourcen in der Einrichtung. Somit ist im Jahr 2012 der Papierverbrauch zum ersten Mal seit 2006 um fast 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Gleichzeitig hat sich der Anteil des verwendeten Recyclingpapiers anstelle des gängigen Kopierpapiers im ersten Halbjahr 2013 vervierfacht. Übersetzt heißt das: Dafür wurden 55 Kiefern weniger gefällt.

Durch die Abschaltung der Klimaanlagen (RLT-Anlagen) von OP- Sälen in betriebsfreien Zeiten geht das Uniklinikum Dresden als eine der ersten Kliniken Deutschlands neue Wege, um zu beweisen, dass Energie- und Kosteneinsparungen ohne Qualitätsverlust und Risiko möglich sind.

„Neben dem sparsamen Umgang mit den Ressourcen fördern wir auch die nachhaltige Mobilität auf dem Gelände des Uniklinikums. So haben wir in den letzten Jahren über 2.000 sichere Fahrradstellplätze geschaffen und bieten unseren Mitarbeitern Jobtickets für ihren Weg zur Arbeit an,“ betont Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums. Im Rahmen der Initiative „Stadtradeln.de“ haben die Teams des Universitätsklinikums 2012/2013 insg. 27.650 km erradelt und somit 6.400 kg CO2 eingespart.

Täglich werden im Uniklinikum Dresden etwa 3.000 Mahlzeiten ausgegeben. Die Regionalität der Lebensmittel spielt beim Einkauf für die Patienten- und Mitarbeiterverpflegung im Klinikum eine wichtige Rolle. 44 Prozent der verwendeten Lebensmittel werden aus Sachsen bezogen.

Durch getrennte Abfallentsorgung wird ein relevanter Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Bei der Wertstofftrennung werden Ressourcen geschont und Kosten eingespart. Durch den Verzicht auf Müllbeutel in den Papierkörben können bis zu 300.000 Plastiksäcke (entspricht 1,5 t Erdöl) eingespart werden. Auch defekte Stifte und Korrekturmittel werden gesammelt, um den kostbaren Kunststoff wieder in den Kreislauf zurückzuführen.

Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT Dresden

Das Uniklinikum Dresden beteiligte sich im Jahr 2012 / 2013 erfolgreich an dem von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen kofinanzierten Projekt ÖKOPROFIT Dresden. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus wurde nach erfolgreicher Teilnahme als „ÖKOPROFIT© – Betrieb der Stadt Dresden“ ausgezeichnet und konnte Mitglied der Umweltallianz Sachsen werden.

Quelle: Presseinformation des Uniklinikum Dresden vom 30.01.2014