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24. August 2012

Zertifikat bescheinigt optimale Bedingungen für die Behandlung von Patienten mit Gefäßerkrankungen am Heinrich-Braun-Klinikum


Die langjährige Tradition der Gefäßmedizin am HBK wird für die Zukunft gesichert - mit der Erstzertifizierung als Interdisziplinäres Gefäßzentrum durch zwei unabhängige Fachgesellschaften. Damit steht den Patienten im Westsächsischen Raum nun ein zweites zertifiziertes Gefäßzentrum zur Verfügung.

Jährlich werden im Heinrich-Braun-Klinikum etwa 2000 Patienten mit Erkrankungen der Arterien (Schlagadern), Venen oder Lymphgefäße stationär und weitere 3000 Patienten ambulant behandelt. Dass sie im Gefäßzentrum des Klinikums eine optimale Versorgung erhalten, bestätigt nun die Zertifizierung durch zwei Fachgesellschaften.

Die Bestrebungen am Heinrich-Braun-Klinikum, ein zertifiziertes Gefäßzentrum anzusiedeln, begannen bereits 2007 mit der Etablierung eines Interdisziplinären Gefäßzentrums. Hier arbeiten Gefäßchirurgen, Angiologen, Radiologen, Neurologen und bei Bedarf Fachärzte aller anderen Fachrichtungen eng zusammen. Zusätzlich besteht ein reger Austausch und enger Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten der Region, wie z.B. zu Dr. med. Hertel und Dr. med. Krauß vom MVZ Gefäßzentrum Zwickau.

„Das Leistungsspektrum unseres Gefäßzentrums reicht dabei von der Behandlung von Gefäßverschlüssen und anderen Gefäßveränderungen über Krampfaderleiden, Thrombosen der Extremitäten und angeborenen Venenleiden bis hin zur Behandlung von chronischen Wunden, beispielsweise beim diabetischen Fuß“, erläutert Dipl.-Med. Thomas Kruschwitz, Leiter des zertifizierten Gefäßzentrums.

Gefäßzentrum am HBK erhält eine Doppelzertifizierung

Das Gefäßzentrum am Heinrich-Braun-Klinikum ließ sich doppelt zertifizieren und stellte sich damit den Bewertungen von zwei Fachgesellschaften. Zum einen der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), zum anderen der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Welche breiten Anforderungen diese stellen, erläutert der Zentrumsleiter: „Wir müssen am Klinikum sämtliche für ein Gefäßzentrum notwendiger Fachrichtungen vorhalten. Auch die technische Ausstattung sowie Anzahl und Ausbildungsstand von Ärzten und Pflegekräften spielen eine wichtige Rolle. Klar vorgegeben sind weiterhin die Mindestzahlen von durchgeführten Gefäßoperationen und anderen Gefäßeingriffen sowie die Mindestanzahl behandelter Patienten für bestimmte Gefäßerkrankungen.“

Diese Kriterien wurden bereits im März vor Ort durch eine Kommission überprüft und kritisch hinterfragt. Das Ergebnis hält Zentrumsleiter Kruschwitz stolz in den Händen: „Auch wenn wir das Zertifikat erhalten haben, müssen wir uns konsequent weiterentwickeln und die hohen Qualitätsstandards erfüllen, denn spätestens nach drei Jahren wird das Gefäßzentrum bei der Rezertifizierung erneut auf den Prüfstand gestellt.“

Derzeit existieren in Sachsen sieben zertifizierte Gefäßzentren, vier davon im Raum Dresden, eines in Leipzig sowie im gesamten westsächsischen Raum neben dem Klinikum Chemnitz nun auch das Heinrich-Braun-Klinikum. Damit wird den Patienten mit Gefäßerkrankungen in der Region Zwickau eine wohnortnahe Versorgung nach höchsten Qualitätsstandards geboten. „Die hervorragende Qualität der Behandlung wird auch durch die gleichzeitige Zertifizierung durch die beiden Fachgesellschaften bescheinigt“, betont Oberarzt Kruschwitz, „von den in Deutschland rund 100 zertifizierten Gefäßzentren besitzt nur jede zweite eine Mehrfachzertifizierung.“

Zertifizierte Kompetenzzentren als Qualitätssiegel für Patienten

Die Gründung und Zertifizierung von krankheits- oder organbezogenen interdisziplinären Kompetenzzentren ist in vielen Bereichen der Medizin zu beobachten. Die Kooperation zwischen den Ärzten verschiedener Fachrichtungen kommt dem Patienten zu Gute, denn hier beraten die Mediziner gemeinsam über die beste Behandlungsmethode für jeden individuellen Patienten. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: kürzere Wege, weniger Arztwechsel, Vermeidung von Doppeluntersuchungen, alle modernen Therapiemöglichkeiten auf höchstem Niveau und unter einem Dach. Jeder Patient erhält das für ihn optimale Behandlungskonzept.

Erfüllt ein Kompetenzzentrum alle geforderten Kriterien, kann es sich zertifizieren lassen. Ein Zertifikat bietet dem Patienten eine gute Orientierung im schnelllebigen und komplexen Gesundheitsmarkt.

Quelle: Presseinformation des Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau gGmbH vom 23.08.2012