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28. Juli 2011

Zertifizierung des Schilddrüsenzentrums


Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden zertifiziert als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie / Zweites Zentrum in Ostdeutschland

Mit deutlich mehr als 550 Operationen an der Schilddrüse pro Jahr, liegt ein Schwerpunkt der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus St. Joseph-Stift seit Jahren auf der operativen Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen.
Unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Martin Freitag hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) nach eingehender Prüfung und Begutachtung die Klinik zum Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert. Das Krankenhaus St. Joseph-Stift ist damit die dreizehnte Klinik in Deutschland und neben der Charité in Berlin die zweite Klinik in den neuen Bundesländern. Damit wird neben der hohen Spezialisierung und dem enormen Erfahrungsschatz der Klinik, besonders die Qualität der durchgeführten Operationen belegt.

Qualitätsstandards und Transparenz

„Wir sind stolz als erstes Zentrum in Dresden und zweites in Ostdeutschland zertifiziert
worden zu sein. Dies ist Ausdruck der vorbildlichen Arbeit des gesamten Teams“, freut sich Chefarzt Freitag. Das Ärzteteam ist bestens auf diese Art der Operation eingestellt, wovon die Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung profitieren. Voraussetzung für die Zertifizierung als Kompetenzzentrum ist der Nachweis und die Erfüllung von Qualitätsindikatoren- und -standards, die von der DGAV nach wissenschaftlichen Vorgaben entwickelt wurden. Die Kriterien beinhalten unter anderem die Durchführung regelmäßiger Spezialsprechstunden, die Durchführungen bestimmter Diagnostik- und Operationsverfahren, sowie die fächerübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen wie der Inneren Medizin, der Nuklearmedizin, HNO, Onkologie, Radiologie, Labormedizin und Pathologie. Wenn eine chirurgische Klinik diese Kriterien erfüllt, erhält sie das Zertifikat zunächst für drei Jahre und verpflichtet sich zur Durchführung von Qualitätssicherungsverfahren. Für den Patienten bedeutet dies Transparenz und Orientierungsmöglichkeit bei der Klinikwahl.

Schilddrüsenerkrankungen

Die Klinik für Chirurgie führt mit mehr als 550 Operationen pro Jahr die meisten Operationen im Großraum Dresden durch. Patienten kommen aus ganz Sachsen, aus Südbrandenburg und sogar aus Thüringen. Die Gründe für eine Operation an der Schilddrüse sind vielfältig. Neben optischen Auffälligkeiten (Bildung eines Kropfes) zählen vor allem Funktionsstörungen (Über- oder Unterfunktion) der Schilddrüse, die mit Medikamenten nicht mehr regelbar sind sowie die Knotenbildung mit Tumorverdacht zu den Gründen, die eine Operation notwendig machen. Bei der Erstvorstellung in der Klinik werden die operative Taktik und der Zeitplan punktgenau vereinbart. „Der Einsatz der Nervenüberwachung (Neuromonitoring) während der OP, die Nutzung der Lupenbrille und eine feingliedrige Operationstechnik sind bei uns Standard. So ist der empfindliche Stimmbandnerv während der OP geschützt“, erläutert Dr. Freitag.

Quelle: Presseinformation des Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden vom 27.07.2011