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02. November 2012

Zukunftsfähige Entscheidungen von Freistaat und Krankenhäusern


Staatsministerin Christine Clauß hat gestern beim Sächsischen Krankenhaustag 2012 in Leipzig für zukunftsfähige und gut durchdachte Entscheidungen bei den Investitionen in die sächsischen Krankenhäuser plädiert.

»Wir haben in Sachsen – unabhängig von Trägerschaft und Rechtsform – effizient wirtschaftende Krankenhäuser, die stationäre Leistungen in hoher Qualität erbringen«, sagte die Ministerin. »Um dieses positive Ergebnis zu erreichen, wurden seit 1991 rund fünf Milliarden Euro Fördermittel in unsere sächsischen Krankenhäuser investiert. Davon kamen allein drei Milliarden Euro vom Freistaat Sachsen.«

Gleichzeitig wies die Ministerin darauf hin, dass die Zuschüsse aus öffentlichen Geldern in Zukunft nicht mehr ausreichen werden, um die notwendigen Investitionen in den sächsischen Krankenhäusern zu tätigen. »Die Krankenhäuser müssen ihre Investitionsplanungen neu durchdenken und nach neuen innovativen Finanzierungsformen suchen. Auch der Freistaat wird die Art der Krankenhausfinanzierung auf den Prüfstand stellen«, sagte die Ministerin. Sie geht jedoch davon aus, dass man auch zukünftig gemeinsam zu politisch zuverlässigen und zukunftsfähigen Entscheiden komme – im Interesse der Patientinnen und Patienten.

Nach dem Prinzip der dualen Krankenhausfinanzierung müssen die Länder die Mittel für Investitionen in Krankenhäuser aufbringen. Der Entwurf für den kommenden Doppelhaushalt sieht eine Investitionssumme von 101 Millionen Euro pro Jahr vor. 2015 läuft zudem Artikel 14 des Gesundheitsstrukturgesetzes aus. Damit fallen die zusätzlichen Investitionen der Krankenkassen weg.

Quelle: Medieninformation des Sächsichen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vom 01.11.2012