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"Sächsischer Krankenhaustag 2011" Gesundheitsversorgung unter dem Einfluss von Demografie - Morbidität - Strukturen - Ressourcen
Über 200 Vertreter aus Politik, Standes-organisationen, Krankenkassen und Krankenhäusern folgten der Einladung der Krankenhausgesellschaft Sachsen zum diesjährigen "Sächsischen Krankenhaustag" nach Dresden. Der Sächsische Krankenhaustag dient insbesondere intensivem Austausch und konstruktiven Diskussionen zwischen den Beteiligten.
Im Beisein der Staatsministerin für
Soziales und Verbraucherschutz, Frau Christine Clauß, wies der
Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft Sachsen, Herr Dieter
Blaßkiewitz, auf die erfolgreiche und flächendeckende Neugestaltung der Krankenhauslandschaft
in den vergangenen zwei Jahrzehnten, unbeschadet der sich fortwährend
verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, hin und ergänzte: „Zugleich
haben sich die Krankenhäuser für die ambulante und spezialärztliche Versorgung
der Bevölkerung geöffnet und bilden somit komplexe Versorgungseinrichtungen mit
spezifischen Aufgaben in urbanen und ländlichen Strukturen.“.
Die unterschiedlichen regionalen
Entwicklungen erfordern aus Sicht der sächsischen Krankenhäuser eine flexible
Anwendung der bestehenden Regelungen, aber vor allem neue Lösungen, z. B.
sektorenübergreifende Kooperationen zwischen Arztpraxen und Krankenhäusern.
Blaßkiewitz betonte, dass dabei nicht die Schließung oder der Rückbau von
Standorten oder Kapazitäten im Vordergrund stehe, sondern deren versorgungswirksame
Umwidmung für eine Reorganisation der Krankenhäuser im Freistaat Sachsen.
Damit sächsische Krankenhäuser
weiterhin als wichtige Wirtschaftsstandorte und Arbeitgeber gelten können, sind
insbesondere Kriterien wie Zukunftsfähigkeit, Modernität und Innovationsfähigkeit,
Bedarfsgerechtigkeit und Bürgernähe sowie die Investitionsfinanzierung intensiv
zu erörtern und nachhaltig zu gestalten.
Der Sächsische Krankenhaustag 2011 wurde von einer Ausstellung zu den Themen „Investitionsgeschehen in den Krankenhäusern in den letzten Jahren“ und „Innovative Medizin – neue Versorgungskonzepte und Netzwerke umrahmt. Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz nutzte gemeinsam mit weiteren hochrangigen Kongressgästen den Ausstellungsrundgang zum kurzen Informationsaustausch an den 24 themenspezifisch gestalteten Präsentationen.
Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 79 Krankenhäuser mit ca. 26.300 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 47.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 3,5 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen bedeutenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 970.000 Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
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