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26. April 2012

AOK PLUS brüskiert Krankenhauspersonal


Mit einer Pressemitteilung vom 24.04.2012 wird von der AOK PLUS die von der Bundesregierung erwogene Zusatzfinanzierung, als Ausgleich der Tarifabschlüsse 2012/2013, strikt abgelehnt. "Damit stellt sich diese Krankenkasse gegen eine Teilhabe des Krankenhauspersonals an der allgemeinen Lohnentwicklung", stellt Dieter Blaßkiewitz, Vorstandsvorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen, fest.

„Diese Erklärung ist vor allem deshalb skandalös, da auf Betreiben der Krankenkassen in den Jahren 2011/2012 den sächsischen Krankenhäusern eine zusätzliche Abgabe in Höhe von ca. 50 Mio. Euro auferlegt und mit einer wirtschaftlichen Notlage der Krankenkassen begründet wurde. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse sind allerdings mittlerweile als Milliardenüberschüsse ausgewiesen.“

Auch deshalb verfolgen die sächsischen Krankenhäuser die Diskussionen über sachfremde Verwendungsmöglichkeiten der Milliardenüberschüsse anstelle einer Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung mit zunehmender Verärgerung. Die von der AOK PLUS veröffentlichte Ablehnung der so genannten „Klinikmillionen“ wird des Weiteren mit unzutreffenden Feststellungen zur wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser begründet, in dem Jahresabschlüsse aus dem Jahr 2009, also vor den unberechtigten zusätzlichen Kürzungen 2011/2012, herangezogen werden. „Leider wird damit die AOK PLUS zum Wiederholungstäter unseriöser „Schwarzmalerei“, stellt Blaßkiewitz fest.

Patienten erwarten von den Beschäftigten der Krankenhäuser zu Recht höchste Qualität zu jeder Zeit. Krankenhausmitarbeiter erbringen 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag professionell und auf hohem Niveau qualifizierte Höchstleistungen. Gleichzeitig soll den 47.500 Beschäftigten der sächsischen Krankenhäuser eine gerechte Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung vorenthalten werden.

Die Forderung der AOK PLUS nach innovativen Wegen bei der sektorenübergreifenden Versorgung von Patienten wird von Blaßkiewitz grundsätzlich unterstützt. Allerdings bestehen bereits zahlreiche Voraussetzungen zur Vernetzung von ambulanter und stationärer Behandlung. Blaßkiewitz weist in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeiten der Integrierten Versorgung sowie die Etablierung der Medizinischen Versorgungszentren hin. Deshalb erbringen bereits heute Krankenhäuser eine Vielzahl ambulanter Leistungen, von der Behandlung in Notfallambulanzen bis hin zur psychiatrischen Versorgung in Institutsambulanzen.

„Krankenhausbehandlung ist vor allem Heilung von Menschen durch Menschen und so ist eine verlässliche Versorgung rund um die Uhr nur mit hochqualifiziertem und hochmotiviertem Personal möglich; deshalb sind die sächsischen Krankenhäuser über die Absicht der Regierungskoalition, einen anteiligen Ausgleich zu leisten, dankbar“, so Blaßkiewitz abschließend.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 79 Krankenhäuser mit ca. 26.400 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 47.500 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 3,5 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen bedeutenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 970.000 Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
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