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10. Juli 2015

Bundesrat greift Forderung der Krankenhäuser auf


In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat zum Regierungsentwurf des Krankenhaus-Strukturgesetzes (KHSG) beraten und eine erste Stellungnahme beschlossen. "Die darin vorgesehenen Änderungen werden ausdrücklich von den sächsischen Krankenhäusern begrüßt" kommentiert Peter Oesch, stellvertretender Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen. " Insbesondere in der Überführung des Versorgungszuschlages in die Landesbasisfallwerte und damit in die dauerhafte Vergütung der Krankenhäuser sehen wir ein Signal in die richtige Richtung".

Für den Fall der Streichung des Versorgungszuschlags, wie im Regierungsentwurf ursprünglich vorgesehen, würden den sächsischen Krankenhäusern Mittel in Höhe von 28 Mio. Euro jährlich entzogen. Dies entspräche dem Wegfall der Finanzierung von 600 Pflegestellen in sächsischen Krankenhäusern und würde die erklärte Zielsetzung der Reform - das erreichte hohe Versorgungsniveau zu sichern und die Qualität zu verbessern - konterkarieren.

„Die übrigen Empfehlungen des Bundesrates greifen teilweise Forderungen der Krankenhausseite auf, jedoch sind aus Sicht der Krankenhausgesellschaft Sachsen im anstehenden Gesetzgebungsverfahren weitere Änderungen erforderlich, um die wirtschaftliche Sicherstellung der Krankenhäuser zu gewährleisten und einen weiteren Bürokratieaufbau zu verhindern“ so Oesch weiter.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 80 Krankenhäuser mit ca. 26.500 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 49.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 4 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen entscheiden-den gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 1 Million Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
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