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11. März 2014

Für eine Stärkung und Weiterentwicklung von Leistungsfähigkeit und Qualität in der Krankenhausversorgung


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Investitionen in die Zukunft der sächsischen Krankenhäuser dringend notwendig

Pro Jahr vertrauen sich rund 1 Million Patientinnen und Patienten den sächsischen Krankenhäusern stationär an, statistisch also fast jeder vierte Sachse. Hinzu kommen zahlreiche ambulante Leistungen, die Krankenhäuser in sinnvoller Ergänzung zum niedergelassenen Bereich erbringen.

Gegenwärtig 80 Krankenhäuser in Sachsen sichern den Menschen den wohnortnahen Zugang zu medizinischer Versorgung 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. Auch in Zukunft wollen die Krankenhäuser die bestmögliche Versorgung ihrer Patienten gewährleisten. Dabei sind sie ständig um Verbesserung der Qualität bemüht.

In vielen Städten und Landkreisen des Freistaates ist das Krankenhaus größter Arbeitgeber und ein Stabilitätsanker für den lokalen Arbeitsmarkt. Über 47.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Krankenhäusern tätig, damit ca. 4 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Sachsen. Hinzu kommen ca. 4.800 Ausbildungsplätze für Gesundheitsberufe. „Der damit verbundenen Verantwortung sind sich die Krankenhäuser sehr bewusst.“ betont der Vorstandsvorsitzende der KGS, Dr. Sven U. Langner.

Dr. Stephan Helm, Geschäftsführer der KGS, ergänzt, dass Krankenhäuser mehr als andere Branchen künftig von Effekten des demographischen Wandels betroffen sein werden: „Eine weiter steigende Nachfrage nach medizinischer Versorgungsleistung wird auf ein tendenziell sinkendes Angebot von qualifizierten Fachkräften stoßen." Die Situation verschärft die schwierige wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser, die die kaufmännisch Verantwortlichen zum achtsamen Umgang mit knappen Ressourcen, zur ständigen Suche nach Wirtschaftlichkeitsreserven und zur Auseinandersetzung mit Kostenträgern zwinge.

In diesem Kontext eine Balance zu finden, ist die Herausforderung, der Krankenhäusern sich zu stellen haben. „Dabei dürfen die Patientinnen und Patienten nicht zum Kostenfaktor oder Deckungsbeitrag verkommen", unterstreicht Dr. Langner.

Damit ein Gleichgewicht hergestellt werden kann, brauchen die Krankenhäuser schnell langfristig angelegte nachhaltige Rahmenbedingungen. Insbesondere erwarten die sächsischen Krankenhäuser von der Bundes- und Landespolitik Weichenstellungen, die dafür Sorge tragen, dass

  1. der rechtliche Anspruch auf Finanzierung der Investitionskosten durch Fördermittel sichergestellt ist;
  2. die von der Politik angekündigte Qualitätsoffensive und die Kosten der Umsetzung refinanziert werden;
  3. tarifbedingte Personalkostensteigerungen nachhaltig finanziert werden können.

Aus Sicht der KGS ist auch in sächsischen Krankenhäusern die jetzige Situation außerordentlich angespannt. Die Große Koalition in Berlin hat die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser nachhaltig zu verbessern. „Die Krankenhäuser erwarten, dass die Regierung diese Chance nutzt.“ fasst Dr. Langner zusammen.

Zugleich appellieren die sächsischen Krankenhäuser an die Landesregierung, sich klar zur Verantwortung zu bekennen und den massiven Rückzug aus der Investitionsfinanzierung unverzüglich zu stoppen. Mit Blick auf den ermittelten jährlichen Investitionsbedarf von ca. 233,5 Mio. EUR in sächsischen Krankenhäusern im Kontext zum 31.12.2014 auslaufenden Sonderinvestitionsprogramm nach Artikel 14, drängen die sächsischen Krankenhäuser auf konkrete Lösungen ggf. auch in Richtung einer Mitfinanzierung durch Dritte (Bund, Krankenkassen oder Nutzer).

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 80 Krankenhäuser mit ca. 26.200 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 47.900 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 3,98 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen bedeutenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 1 Million Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
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