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12. Januar 2017

Im Kampf gegen Krankenhausinfektionen und multiresistente Keime


Zahl der Hygieneexperten in sächsischen Krankenhäusern deutlich gestiegen

In der gestrigen Plusminus-Sendung der ARD wurde kritisch zur Hygiene in Krankenhäusern berichtet.

Dazu der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen, Dr. Stephan Helm: „Die Risikominimierung für unsere Patienten und hierbei insbesondere alle Hygienemaßnahmen, die zur Reduzierung und Vermeidung von Übertragungsrisiken von Infektionen beitragen, gehören zu den permanenten Aufgaben jedes Krankenhauses. Dies umfasst die ständige Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen ebenso wie die Sicherung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Zahlreiche Verfahren und Abläufe im Krankenhausalltag sind vom Bemühen getragen, kaum merklich für den Patienten eine möglichst optimale und risikoarme Genesung zu ermöglichen – von der Einweisung über den OP bis hin zur Entlassung.“

Ein ebenso wichtiger Faktor für eine hohe Hygienequalität ist die Vorhaltung von geschultem Fachpersonal und entsprechend ausreichende Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten. Sachsen hat diesbezüglich eine gute Ausgangssituation. Der von Plusminus vorgestellte Ländervergleich zu den Umsetzungen gesetzlicher Personalvorgaben in Krankenhäusern für Hygieneexperten durch das 2012 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz fällt positiv für Sachsen aus. „Die Zahlen stammen allerdings aus den 2014er Qualitätsberichten der Krankenhäuser“ so Helm weiter, „zwischenzeitlich sind im Zuge des Hygieneförderprogramms weitere Krankenhaushygieniker und Hygienefachkräfte ausgebildet worden und in den Krankenhäusern angekommen.“

Der Bedarf an Experten wird aber auch künftig hoch bleiben, das Angebot an entsprechend ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften auf dem Arbeitsmarkt ist jedoch weiterhin knapp.

Der weltweiten Zunahme antibiotikaresistenter Keime wird in Sachsen mit einer Fülle von Maßnahmen begegnet: Sachsen hat bereits 1998 als eines der ersten Bundesländer eine eigene Hygieneverordnung erlassen, seit 2010 arbeitet das MRE-Netzwerk Sachsen für die Koordination aller Anstrengungen zur Eindämmung und Verhinderung multiresistenter Erreger (MRE) in Einrichtungen des Gesundheitswesens und mit dem im letzten Jahr verlängerten Hygieneförderprogramm sind Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung von Hygiene-Fachpersonal hinzugekommen.

Aber auch Patienten und Besucher können durch ihr Verhalten am Erfolg der Hygienemaßnahmen mitwirken. Eine bewusste Nutzung der überall im Krankenhaus bereitstehenden Desinfektionsmittelspender zur Händedesinfektion hilft, die Übertragungswege der Keime einzuschränken.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 80 Krankenhäuser mit ca. 26.300 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 49.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 4 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen entscheidenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 1 Million Patienten stationär behandelt. Zahlreiche nichtstationäre Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
Ansprechpartnerin:
Gundula Bitter-Schuster (Presse und Öffentlichkeitsarbeit)
Krankenhausgesellschaft Sachsen,
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