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03. Dezember 2010

Krankenhausgesellschaft Sachsen wählt neuen Vorstand


Am 03. Dezember 2010 fand in Leipzig die Mitgliederversammlung 2010 der Krankenhausgesellschaft Sachsen statt. Neben der Erörterung von aktuellen gesundheits- und krankenhauspolitischen Fragen wurde satzungsgemäß der Vorstand für die nächsten vier Jahre gewählt.

Als Vorstandsvorsitzender wurde Herr Dieter Blaßkiewitz – Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhauses Leipzig wiedergewählt. Ebenso wurden Herr RA Ingo Dörr – Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privatkliniken in Sachsen und Sachsen-Anhalt und Frau Gisela Speiser - Verwaltungsdirektorin Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum als 1. bzw. 2. Stellvertreter des Vorsitzenden bestätigt.

Angesichts der im Doppelhaushalt 2011/2012 vorgesehenen, nicht sachgerechten Kürzungen von Krankenhausinvestitionen fordert die Krankenhausgesellschaft Sachsen die Bereitstellung von Haushaltsmittel zu erhöhen und alle Möglichkeiten einer zügigen Realisierung weiterer notwendiger Investitionen in sächsischen Krankenhäusern zu nutzen.
 
Um die Substanz und die Krankenhäuser als Wirtschaftsstandorte und Arbeitgeber zu erhalten, sind weitere bedarfsgerechte Investitionen in den Krankenhäusern unerlässlich. Insbesondere weist die Krankenhausgesellschaft Sachsen auf zwei Schwerpunkte hin:
  1. Die zügige Abarbeitung eines noch bestehenden „Reinvestitionsbedarfs“ in Höhe von mindestens 200 Mio. Euro. Allein mit dieser Zielstellung sind die Investitionsprogramme bis 2014 gebunden.
  2. Die Entwicklung eines investiven Anschlussverfahrens für die Zeit ab 2014/15. Dies muss in wesentlich stärkerem Maße den investiven Wiederbeschaffungs- und Ergänzungsbedarf der sächsischen Krankenhäuser berücksichtigen bzw. die Pauschalförderung stärken.
  3. Bestehendes Anlagevermögen sowie jährliches Umsatzvolumen in Höhe von circa 3 Mrd. Euro machen deutlich, dass diese Unternehmung mit einem gegenwärtig jährlichen Pauschalförderungsvolumen von zurzeit 38,6 Mio. Euro und deren in 2010/11 geplante Absenkung auf 30 Mio. Euro nicht investiv abzusichern ist. Dieser Betrag ist mittelfristig auf mindestens 100 Mio. Euro zu erhöhen.

Mit Blick auf die Mächtigkeit dieser Herausforderung einerseits sowie Beschränkungen der öffentlichen Haushalte und Kassen andererseits plädieren wir für die Fortsetzung einer gemeinsamen Finanzierung der Krankenhaus-Investitionen durch Bund, Länder und Benutzer unter Nutzung aller gegebenen Möglichkeiten.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen fordert vor diesem Hintergrund einen zügigen Einstieg in die Erarbeitung substantieller Schritte, in deren Mittelpunkt in erster Linie die Belange der Patientenversorgung stehen müssen. Die sächsischen Krankenhäuser sind bereit, dafür ihren Beitrag zu leisten.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 80 öffentliche, frei-gemeinnützige und private Krankenhäuser mit circa 26.300 Krankenhausbetten. Jährlich werden hier circa 950.000 Patienten behandelt. Mit rund 45.000 Mitarbeitern in den Krankenhäusern und darüber hinaus circa 112.000 Beschäftigungsverhältnissen in den mit den Krankenhäusern verbundenen regionalen Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen repräsentieren die Krankenhäuser zugleich bedeutende und moderne Wirtschaftsstandorte im Freistaat Sachsen. Seit 1991 sind mehr als 4,7 Mrd. Euro an Investitionsmitteln in die sächsischen Krankenhäuser geflossen. Damit verfügt das Land Sachsen über neu errichtete oder sanierte Krankenhäuser, die mit moderner Technik ausgerüstet sind und neueste Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten bieten.

Ansprechpartner:
Dieter Blaßkiewitz (Vorstandsvorsitzender)
Krankenhausgesellschaft Sachsen, Humboldtstr. 2a, 04105 Leipzig
Telefon: 0341 3959-5000 
Telefax: 0341 3959-5009 
Email: mail@kgs-online.de,
Internet: www.kgs-online.de