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14. Dezember 2010

Sachsen verstärkt Bemühungen um Weiterbildung zum Hausarzt


Zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und der Krankenhausgesellschaft Sachsen hat die Sächsische Landesärztekammer eine Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin eingerichtet.

Dies soll der langfristigen Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Sachsen dienen.

„Mit dieser Koordinierungsstelle ist eine optimale Basis für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung im ambulanten und stationären Bereich geschaffen worden.“, so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze. Die Koordinierungsstelle flankiert alle Maßnahmen, die die Partner bereits seit Jahren gemeinsam für junge Ärzte durchführen.

Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin beruht auf dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG). Im Vordergrund steht die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung. Das Gesetz gibt unter anderem eine angemessene Vergütung von Weiterbildungsassistenten in der Allgemeinmedizin vor. Diesen Auftrag setzen die Vertragspartner des „Förderprogramms Allgemeinmedizin“ nunmehr um.

Gemeinsames Ziel der Vertragspartner ist es, die hausärztliche Versorgung langfristig zu sichern. Neben der bereits existierenden finanziellen Förderung soll durch die Koordinierungsstelle den Ärzten in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin eine reibungslose, an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Weiterbildung unter Verknüpfung der ambulanten und stationären Weiterbildungsabschnitte ermöglicht werden. Die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin soll dabei besondere finanzielle und organisatorische Unterstützung erhalten.

Dr. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen, ergänzt: „Wir fördern weiterhin alle Maßnahmen zum Erhalt der wohnortnahen medizinischen Versorgung besonders im ländlichen Raum“.

Hintergrund
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DGK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) hatten im Einvernehmen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) und im Benehmen mit der Bundesärztekammer (BÄK) auf der Grundlage von Artikel 8 Abs. 2 GKV-SolG i. d. F. des GKV-OrgWG eine neue Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung getroffen. Die Vereinbarung auf Bundesebene schreibt zwingend die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Allgemeinmedizin vor. Die Förderung in der Allgemeinmedizin erfolgt seit 1. Januar 2010 zu den Bedingungen dieser Vereinbarung. Dies gilt ebenso für bereits laufende Förderungen.

Ansprechpartner der gemeinsamen Pressemitteilung

Knut Köhler M.A.
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sächsische Landesärztekammer
Schützenhöhe 16 01099 Dresen
Tel.: 0351 8267-160
Fax 0351 8267-162