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11. Oktober 2011

Sächsische Krankenhäuser weisen Betrugsvorwürfe des GKV-Spitzenverbandes entschieden zurück


Seit Monaten geistert eine durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen initiierte Kampagne gegen die Krankenhäuser durch das Land. Den Krankenhäusern wird dabei Abrechnungsbetrug zu Lasten der Solidargemeinschaft vorgeworfen. Einmal sind es 35 Millionen jährlich, ein anderes Mal Milliarden, die Krankenhäuser angeblich zu viel abrechnen.

Allein die Ungenauigkeit der unterstellten Schadenshöhe lässt die mangelnde Qualität der Daten erkennen. Den Behauptungen der Kassenfunktionäre fehlen die Fakten. Das Ergebnis sind irreführende Schlussfolgerungen aus unzulässigen Hochrechnungen. Es gibt keine konkreten Fallbeispiele, nur pauschale Vorwürfe. Zudem wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, die Krankenhäuser würden in großem Umfang falsche Abrechnungen zum eigenen Vorteil erstellen.

Die Wirklichkeit in den Krankenhäusern ist eine andere: Ungefähr 10 % aller Krankenhausabrechnungen werden zunächst durch die Krankenkassen als nicht plausibel in Frage gestellt, beispielsweise Abrechnungen, bei denen der Versicherte bereits einen Tag vor der Operation aufgenommen wurde. Des Weiteren, wenn der Versicherte länger als die im Katalog ausgewiesene durchschnittliche Aufenthaltsdauer behandelt werden musste. So sind die Überschreitungen bestimmter abrechnungsrelevanter Tagesgrenzen sowie die Diskussion, ob der Aufenthalt im Krankenhaus überhaupt erforderlich war, die Hauptstreitpunkte.

Dr. Stephan Helm, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen, sagt dazu: „ Allzu oft fällt dabei auseinander, was eigentlich zusammengehört: Die Verantwortung des Arztes, seine Patienten fachgerecht, qualitätsgesichert zu versorgen und der von den Krankenkassen nachträglich konstruierte ökonomische Behandlungsverlauf ohne Berücksichtigung möglicher Komplikationen, Risiken oder tatsächlichen Gegebenheiten.“

Die sächsischen Krankenhäuser weisen den Vorwurf der Falschabrechnung entschieden von sich und fordern die Krankenkassen auf, die erbrachten hochqualifizierten Leistungen der Krankenhäuser anzuerkennen, zu vergüten und zu einem konstruktiven und partnerschaftlichen Umgang zurückzufinden.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 79 Krankenhäuser mit ca. 26.300 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 47.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 3,5 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen bedeutenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 970.000 Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
Ansprechpartner:
Herr Dr. Stephan Helm (Geschäftsführer) / Rene Schubert (Presse und Öffentlichkeitsarbeit)
Krankenhausgesellschaft Sachsen, Humboldtstr. 2a, 04105 Leipzig
Telefon: 0341 98410-10
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