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07. November 2013

Sächsischer Krankenhaustag 2013


Sächsische Krankenhäuser erwarten Weichenstellungen für eine faire und nach-haltige Krankenhausfinanzierung

Mehr als 150 Teilnehmer aus sächsischen Krankenhäusern, den Partnern der Selbstverwaltung sowie gesundheitspolitische Entscheidungsträger rückten im Rahmen des Sächsischen Krankenhaustages 2013 in Dresden, die künftigen Herausforderungen der Krankenhauspolitik in den Fokus.

Die sächsischen Krankenhäuser belasten auch in 2013 und 2014 Kostensteigerungen, insbesondere im Personal- und Sachkostenbereich, die über die gedeckelten Budgets nicht refinanziert werden können. Auch die von der Bundesregierung als jährliche Einmalzahlung ausgestalteten Versorgungszuschläge verbessern die Finanzierung der Personalkosten nicht nachhaltig.

Der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft Sachsen, Herr Dr. Sven U. Langner mahnte die politischen Entscheidungsträger an, dass die zentrale Frage, den steigenden Behandlungsbedarf der Bevölkerung und dessen Finanzierung zu gewährleisten, eine der zentralen Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode sein muss. „Als unbestreitbarer Wachstums- und Beschäftigungsmotor gehören die Krankenhäuser dabei an die Spitze der gesundheitspolitischen Agenda.“

Die sächsischen Krankenhäuser fordern vom Gesetzgeber eine zukunftsfähige und faire Krankenhausfinanzierung. Die Fortsetzung einer rigiden Preisdeckelung führt in eine Sackgasse mit nicht mehr steuerbarem Rationalisierungsdruck. Aus Sicht der Krankenhäuser ist ein Finanzierungssystem notwendig, dass unabwendbare Kostenbelastungen tatsächlich refinanziert. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen hat Ihre Positionen bereits an die Entscheidungsträger auf der Landes- und Bundesebene adressiert und insbesondere auf wichtige Bedarfe der sächsischen Krankenhäuser hingewiesen:

  • weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patienten,
  • eine gesicherte Regelvergütung für Personal- und Sachkosten,
  • Festpreise und keine rabattierte Medizin,
  • keine Absenkung der Vergütung bei steigender Morbidität,
  • mehr und verlässliche Investitionsmittel,
  • bessere Rahmenbedingungen für attraktive Arbeitsplätze, modernes Personalmanagement und die Überwindung des Ärzte- und Pflegepersonalmangels,
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen, die dem Patienten dienen,
  • offene Zugangsbedingungen für den medizinischen Fortschritt und
  • die Beseitigung von Hürden bei ambulanten Leistungen.

Mit Blick auch auf die sächsische Länderpräsenz in der Koalitions-Arbeitsgruppe „Gesundheit und Pflege“ unterstreichen die sächsischen Krankenhäuser eine nachhaltige Lösung der drängenden krankenhauspolitischen Fragestellungen.

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) repräsentiert als Landesverband im Freistaat Sachsen derzeit 80 Krankenhäuser mit ca. 26.400 Krankenhausbetten. Die KGS gewährleistet eine leistungsfähige, bürgernahe und flächendeckende Versorgung im Freistaat Sachsen. Mit etwa 47.500 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von ca. 3,5 Mrd. Euro erfüllen die Krankenhäuser eine bedeutende Arbeitgeberfunktion und leisten darüber hinaus einen bedeutenden gesundheitswirtschaftlichen Beitrag im Freistaat Sachsen. Jährlich werden ca. 970.000 Patienten stationär behandelt. Zahlreiche ambulante Behandlungsmöglichkeiten ergänzen das Leistungsangebot der Krankenhäuser.
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